Leinöl Rezepte

Leinöl Rezepte Titel

Das Leinöl gesund ist, hat sich außerhalb von Berlin und Umgebung herumgesprochen. Hier erfahren Sie wie man Leinsamenöl lagert, dosiert und was man damit zubereiten kann.

Dosierung von Leinöl

Der gesundheitliche Nutzen von Leinöl ist im hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren begründet. Diese kommen in keinem anderen Nahrungsmittel in einer solch hohen Konzentration vor. Wer täglich einen Teelöffel möglichst frisches Leinsamenöl zu sich nimmt, tut der Gesundheit zweifelsohne etwas Gutes.

Geschmack von Leinsamenöl

Wer nie ganz frisch gepresstes Leinsamenöl gekostet hat und statt dessen Leinöl aus dem Supermarkt probiert, wird häufig abgeschreckt sein. Das empfindliche Öl entwickelt nach dem Pressen mit der Zeit einen bitteren Beigeschmack, der nicht jedem schmeckt. Am besten man kauft Leinsamenöl auf dem Wochenmarkt ein, wo es mit einer mobilen Ölpresse frisch gepresst wurde. Diese finden sich zumindest im Raum Berlin/Brandenburg immer häufiger.

Lagerung von Leinsamenöl

Nach dem Pressen hält sich das Öl etwa 10 bis 12 Wochen. Man kann es auch danach noch ohne Gefahr für die Gesundheit verzehren. Öle werden nicht „schlecht“ im Sinne von „schimmlig“ oder bakteriell verseucht, denn sie enthalten kein Wasser. Dennoch zersetzten Öle sich mit der Zeit durch die Einwirkung von Licht, Wärme und Sauerstoff. Das geht beim Leinsamenöl relativ schnell. Man kann die Oxidation verlangsamen, wenn man das Öl kühlt bzw. tiefkühlt. Der Gefrierpunkt von Leinöl liegt bei  Minus 16 Grad Celsius. Darüber wird das Öl bloß dickflüssig, aber nicht fest. Leinsamenöl sollte also immer, auch in der verschlossenen Flasche, gekühlt werden.

Gefrorenes Leinöl taut bei Zimmertemperatur schnell wieder auf
Gefrorenes Leinöl taut bei Zimmertemperatur schnell wieder auf

Rezepte mit Leinöl

Leinöl mit Quark ist wohl die bekannteste Verwendung von Leinsamenöl in der Küche. Man kocht Pellkartoffel, bereitet einen salzigen Quark zu (gerne auch mit Kräutern). Man richtet einige Kartoffel und etwas Quark auf einem Teller an und gießt üppig Leinsamenöl  darüber. Pro Person benötigt man bei diesem Rezept etwa vier Esslöffel Öl.

Kartoffeln mit Leinöl und Quark
Kartoffeln mit Leinöl und Quark

Leinöl mit gedünstetem Gemüse

Leinsamenöl sollte kalt verwenden werden, um die Fettsäuren zu erhalten, obwohl man auch damit braten kann, doch davon später. Das Öl schmeckt gut zu Spargel, der auch zusammen mit Kartoffeln gegessen wird. Geben Sie einfach etwas Leinsamenöl über gedünstetes Gemüse, beispielsweise über Möhren, grüne Bohnen oder Zucchini.

Leinöl passt gut über gedünstetes Gemüse
Leinöl passt gut über gedünstetes Gemüse

Leinsamenöl im Salat

Wenn das Öl frisch ist, passt es gut in jede Art von Salat, egal ob zu Tomatensalat oder zu grünem Salat. Frühstücken Sie doch mal Griechisch mit Schafkäse, Gurken, Tomaten und Leinöl!

Salat und Leinöl
Auch im Salat schmeckt frisches Leinöl gut

 

Wildkräutersalat mit Leinöl
Wildkräutersalat mit Leinöl

Leinöl zum Frühstück

Wer täglich Leinsamenöl zu sich nehmen möchte, jedoch den Geschmack nicht mag, der kann das Öl im Müsli unterbringen. Dort geht es geschmacklich in den anderen Zutaten unter und „stört“ nicht. Dasselbe gilt für Smoothies, Quarkspeisen mit Obst und Milchshakes.

Haferbrei mit Leinöl und Obst ist sehr gesund
Haferbrei mit Leinöl und Obst ist sehr gesund

 

Grießbrei mit Brombeeren und Leinöl
Grießbrei mit Brombeeren und Leinöl. Hmmm… lecker!

 

Schokoladen Quarkcreme mit Chrunchy Müsli und etwas Leinöl
Schokoladen Quarkcreme mit Chrunchy Müsli und etwas Leinöl

 

Low Carb Pancakes mit Beeren und Leinöl
Low Carb Pancakes mit Beeren und Leinöl

 

Mit Leinsamenöl braten?

Jemand empfahl mir einmal Kartoffelpuffer mit Leinöl zu braten. Ich habe es ausprobiert und festgestellt, dass die Puffer tatsächlich sehr knusprig werden. Allerdings raucht das Öl beim Braten stark, das bedeutet es zersetzt sich. Dabei entstehen undefinierte  Spaltprodukte, womöglich Transfettsäuren, was sicher nicht gesund ist! Also: Finger weg davon. Leinöl ist kein geeignetes Bratfett und sollte nur kalt genossen werden. Man kann es alternativ kalt über einen fast jede beliebe Speise träufeln, auch über einen Gratin (siehe Bild).

Ein Auflauf lässt sich gut mit Leinöl anreichern, nach dem Backen!
Ein Auflauf lässt sich gut mit Leinöl anreichern, nach dem Backen!

 

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