Beerenkuchen ohne Zucker und Süßstoff



Ohne Zucker backen

Statistisch gesehen verzehren die Menschen in unserem Land 36 Kg Zucker im Jahr. Das meiste davon nehmen wir in Form von Fertiggerichten (Müsli, Fruchtjoghurt, Backwaren) und süßen Drinks sowie Süßigkeiten zu uns. Industriezucker hat nur leere Kalorien und kein einziges Vitamin oder irgendwelche Mineralstoffe. Er trägt zu einer gesunden Ernährung rein gar nichts bei und hat viele Nachteile. Übermäßiger Zuckerkonsum, sowie der Verzehr von reichlich  Kohlehydraten wird von immer mehr Forschern und Ärzten als Hauptursache für die enorme Zunahme von Fettleibigkeit und allen möglichen Zivilisationskrankheiten wie beispielsweise Diabetes angesehen. Zuckerfreie Backwaren oder solche die nur mit natürlicher Süße ausgestattet sind sucht man im Supermarkt vergeblich. Wer also seinen Zuckerkonsum steuern möchte, der backt und kocht am besten selber. Auf Industriezucker verzichten ist nicht schwer, wenn man sich mal mit dem Thema beschäftigt hat. Es macht natürlich schon ein wenig Arbeit, aber auch viel Spaß und der Lohn ist gewiß: eine schlanke Linie und jede Menge gesundheitliche Vorteile.

Natürliche Süße von Beeren und Obst

Obst ist natürlich süß, enthält jedoch zusätzliche Nährstoffe. Deshalb ist es dem isoliertem Zucker weit überlegen. Zudem ist der süße Geschmack im weißen Zucker sehr dominant und überdeckt die feinen Nuancen der anderen Zutaten. Trockenfrüchte und Beeren bieten neben der Süße eine Vielzahl von Geschmackserlebnissen. Das Süße steht dabei nicht im Vordergrund.  Alternativen zu Zucker sind Honig, Agavendicksaft oder Ahornsirup, allerdings sollte man auch damit nicht übertreiben, denn diese enthalten reichlich Zucker. So besteht Honig zu etwa 20% aus Wasser und zu 80% aus den Einfachzuckern Fructose und Glucose. Daneben enthält Honig aber noch Enzyme, Mineralien, Aminosäuren und Vitamine. Geschmacklich hat Honig weit mehr zu bieten als reiner Zucker. Dennoch heißt es auch hier: wie ein Gewürz verwenden.


Beerenkuchen ohne Industriezucker

Zutaten für den Boden:

  • 250 g Dinkelvollkornmehl
  • 30 g Honig
  • 1 Prise Salz
  • 125 g kalte Butter (oder Kokosöl)
  • 1 Ei

Die Zutaten zu einem Rührteig verkneten und 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. In der Zwischenzeit kann man den Belag vorbereiten. Nach der Ruhezeit wird der Teig in eine runde Backform (26 cm) gedrückt  und ein kleiner Rand geformt (2 cm). Der Boden wird bei 180 Grad (Umluft) für 15 Minuten gebacken. Vor dem Belegen abkühlen lassen.

Zutaten für den Belag:

Selbst gemachtes „Marzipan“:

  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 50 g Honig
  • 2 eL Wasser
  • 1 EL Haferkleie

Die obigen Zutaten vermengen und beiseite stellen. Während der Boden bäckt und abkühlt kann man die Johannisbeeren abzupfen und die Schneemasse zubereiten.

  • 300 – 350 g Beeren
  • 3 Eiweiß
  • 30 g Honig
  • 100 g gemahlene Mandeln

Eiweiß zu Schnee schlagen und Honig zugeben. Dann die Mandeln unterheben.

Den Beerenkuchen fertig stellen:

Man streicht die Marzipanmasse auf den abgekühlten Kuchenboden, gibt die Beeren darüber und verteilt darauf die Schnee-Mandelmasse. Der Kuchen muss nun für 45 Minuten bei 180 Grad in den Backofen. Nach 20 Minuten mit Folie abdecken, da er sonst zu dunkel wird.

Er schmeckt ganz hervorragend, vor allem am nächsten Tag.

 

Guten Appetit!